Regelmäßige Bewegung und sportliche Ertüchtigung bleiben auch bei bestehenden Gelenkproblemen weiterhin wichtig! Jedoch sollten Sie bei der Wahl Ihrer Sportart darauf achten, dass Sie Ihre Gelenke nicht noch größeren Belastungen aussetzen.
Moderate sportliche Aktivitäten wie Nordic Walking, Schwimmen, Wassergymnastik, Skilanglauf oder aber fernöstliche Sportarten wie Joga oder Thai-Chi helfen Ihnen, Ihre Beweglichkeit, Ausdauer, Leistungsfähigkeit und damit auch Ihre Lebensqualität zu verbessern.
Ungeeignete Sportarten für Ihre Gelenke, sind Sportarten die mit abrupten Belastungen, Drehbewegungen einhergehen (z.B. Tennis, Squash, Fußball) oder ein hohes Verletzungsrisiko bergen (z.B. Skifahren, Reiten).
Hier einige Hinweise:
Radfahren
Richtige Stellung von Sattel und Lenker beachten. Hoher Lenker und aufrechter Rumpf sind ratsam. Die richtige Stellung vom Sattel zu den Pedalen ist gegeben, wenn die Ferse des gestreckten Beines gerade das Pedal erreicht. Schlecht ist, wenn zu viel Beugung im Kniegelenk vorhanden ist.
Schwimmen
Wenn möglich mit gestreckten Beinen (Kraulbewegung) oder mit Flossen schwimmen. Froschbewegungen mit den Beinen wie z.B. beim Brustschwimmen sind für das Kniegelenk belastend. Aquajogging ist für ein gelenkschonendes Training hervorragend geeignet.
Laufen
Ist besonders für das Herz-Kreislauftraining geeignet, aber man sollte auf gut dämpfendes, schweißdurchlässiges Material, sowie straffe Passform und Fußbettung der Schuhe achten. Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten. In der Natur, im Wald, auf Wiesen und Feldwegen laufen. Achtung: Bei starkem Übergewicht schadet Laufen dem Knie! "Nordic Walking" ist eine gute Alternative.
Gymnastik
Stellen Sie in Ihrem Tagesablauf ein kleines Übungsprogramm zusammen. Hilfreiche Tipps finden Sie hier! Übungen für zuhause
Wandern, aber richtig!
Beim Wandern soll man die Landschaft erleben, Geist und Seele mit neuer Kraft auftanken und dabei den Gelenken sowie dem Herz und Kreislauf etwas Gutes tun. Auch für Arthrosepatienten entstehen keine zusätzlichen Probleme, wenn man einige Grundsätze beachtet. Voraussetzung für ein gesundheitsförderndes Wandererlebnis ist die richtige Ausrüstung. Sie sollten Ihre Aufmerksamkeit besonders auf passendes Schuhwerk, den Rucksack und die Teleskopstöcke richten.
Die geeignete Ausrüstung
Wanderschuhe sollen die Ferse fest umschließen und so hoch sein, dass sie auch das Sprunggelenk fixieren. Vor allem aber sollten sie eine Sohle haben, die einen griffigen Tritt im Gelände ermöglicht. Bei ungleicher Beinlänge ist die Verwendung einer orthopädischen Einlage anzuraten. Die klassischen alten Rucksäcke mit nur zwei langen Trageriemen haben ausgedient! Heute verwendet man moderne Rucksäcke, die ergonomisch gut geformt und zusätzlich mit einem Gurt am Becken fixiert sind. So kann die Belastung für Schulter und Rücken deutlich reduziert werden. Achten Sie darauf, keine unnötigen Lasten in den Rucksack einzupacken.
Mit Stock und Bein
Durch Abstützen auf einen Stock können die Gelenke um bis zu 30% entlastet werden. Der Stock als Gehhilfe soll auf der gesunden Seite getragen werden. Teleskopstöcke ("Nordic Walking-Stöcke") kommen bei allen Wanderern immer mehr in Mode. Für Arthrosepatienten ist diese Gehhilfe im Gelände unbedingt zu empfehlen. Bergauf haben Sie damit die Möglichkeit, Arme und Hände einzusetzen und auch Ihren Schultergürtel zu trainieren. Beim Bergab gehen können die unangenehmen und unphysiologischen Stöße auf das Knie, die Hüfte und das Kreuz durch diese etwas verlängerten Stöcke abgefedert werden.Die meist aus Leichtmetall oder Karbon gefertigten Stöcke lassen sich gut auf die individuelle Körpergröße einstellen. Beim Bergauf gehen sollten die Stöcke kürzer eingestellt sein, beim Bergab gehen dafür länger. Als Faustregel gilt, dass die den Stock umfassenden Hände in Ellbogenhöhe sind. Entsprechende Stöcke sind in den meisten Sportfachgeschäften erhältlich.



